„Ernte 2011“ von japanischen Teesorten „radioaktiv“ ? Noch sind Bestände „Ernte 2010“ erhältlich!

5. August 2011 | Von | Kategorie: Kulinarisches

Viele Teetrinker sind unwahrscheinlich unsicher, inwieweit Teesorten aus Japan radioaktiv sind und ob belastete japanische Teesorten in den deutschen Handel gelangen können. Die sich derzeit auf dem europäischen Markt befindliche Ware stammt aus der Ernte 2010. Diese wird bis ca. Ende des Jahres noch zu erhalten sein. Achten Sie beim Kauf des japanischen Tees auf den Zusatz „Ernte 2010“, bei dieser Ware ist mit keinen Belastungen durch aktuelle Umwelteinflüsse zur rechnen. Grundsätzlich sind die Teesorten aus Japan sicher. Sie werden auf ihrem Weg in den deutschen Einzelhandel mehrfach auf ihre Unbedenklichkeit kontrolliert:

  1. Von den japanischen Herstellern
  2. Von den japanischen Behörden
  3. Von den Kontrollorganen der EU sowie
  4. Von dem Großhändler (sobald dieser Ware aus der Ernte 2011 importiert).

Es gelten strengste Vorschriften für die Ware, die seit dem März 2011 geerntet und verarbeitet wird, die sicherstellen, dass auch weiterhin kein Tee in die EU kommt, der die gesetzlichen Höchstwerte überschreitet.

Einzige bisherige Ausnahme war ein Fall auf dem Pariser Flughafen Charles de Gaulle, wo ein grüner Tee aus Japan, der aus der Provinz Shizuoka in der Nähe von Tokio stammte, überhöhte Werte aufwies. Dieser Tee wies zweifach überhöhte Werte  und wurde bereits durch die Pariser Behörden sofort beschlagnahmt.

Nach Rückfrage bei einem uns bekannten Teeshop vertreibt dieser keinen Tee aus dem Gebiet Shizuoka. Die südlichste Insel Kyushu stellt die Hauptquelle an japanischen Grüntees für diesen dar. Die Entfernung zum havarierten Atomkraftwerk Fukushima beträgt mehr als 1000 km.

Die Einfuhrbestimmungen für Japan sind drastisch verschärft worden. So legt die Europäische Kommission in der Verordnung 351/2011 vom 13. April 2011 einheitliche, strengere Grenzwerte für die radioaktive Belastung dar. Sämtliche Lieferungen aus Japan müssen gemäß Sondervorschriften in europäischen Außenkontrollstellen z. B. am Frankfurter Flughafen zwei Tage vor Ankunft gemeldet werden. Die Waren, die aus den betroffenen Gebieten stammen, müssen von einem Gesundheitszertifikat begleitet werden, aus dem hervorgeht, dass die Ware nicht radioaktiv belastet ist. Zusätzlich muss angegeben werden, aus welcher Provinz Japans die Ware stammt und ob sie radioaktiver Strahlung beispielsweise auch beim Transport ausgesetzt war. Mittels eines Analysenzertifikates muss die Unbedenklichkeit belegt sein. Es wird stichprobenartig ein Teil der Waren von den deutschen Überwachungsbehörden unmittelbar nach der Ankunft nachkontrolliert, um ganz sicher zu gehen. Die gute Nachricht, auf deutschem Boden wurde bisher keine Ware mit erhöhten Strahlenwerten gefunden.

 

Hier zur Einsicht die Anbaugebiete Japans. 

 

 

 

 

 

 

N.H.05.08.2011

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